Der Rat der Stadt Castrop-Rauxel beauftragt die Verwaltung für die Stadt Castrop-Rauxel bis Ende des Jahres 2013 konkrete Ziele und Umsetzungsmöglichkeiten hin zu einer inklusiven Stadtgesellschaft zu erarbeiten. Dabei ist zunächst ein Sachstand zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Castrop-Rauxel zu erheben, der auch die bereits tätigen Institutionen, wichtige Einzelakteurinnen/e, deren Hauptzielgruppen und Arbeitsschwerpunkte benennt. Insbesondere sollen alle Fachbereiche der Verwaltung sowie die vorhandenen Aktionspläne des Bundes und des Landes NRW miteinbezogen werden.
Im Laufe des Prozesses soll ein „Aktionsplan Inklusion für Castrop-Rauxel“ entstehen.

Dazu beauftragt der Rat die Verwaltung mit folgenden Einzelschritten:

  • Berichterstattung zum aktuellen Umsetzungsstand der UN-Behindertenrechtskonvention in Castrop-Rauxel
  • Erhebung und Darstellung des Ist-Standes über bestehende Angebote und Hilfestellungen für Menschen mit Behinderungen in Castrop-Rauxel durch alle Fachbereiche der Verwaltung
  • Erarbeitung eines Vorschlags, wie der weitere Prozess zur Erarbeitung konkreter Ziele und Maßnahmen organisiert werden soll. Die Verwaltung wertet dabei auch die bereits vorhandenen Aktionspläne (Bund / Land NRW) detailliert im Hinblick auf kommunalpolitische Konsequenzen aus und beachtet in diesem Zusammenhang auch, dass das Konnexitätsprinzip bei der Finanzierung zukünftiger Maßnahmen greifen muss.
  • Durchführung einer zentralen Auftakt-Veranstaltung „Inklusive Stadtgesellschaft Castrop-Rauxel“, an der alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen beteiligt sein sollen.

 

Begründung:

Seit die Bundesregierung 2009 das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die UN-Behindertenrechtskonvention, ratifiziert hat, ist die Konvention auch für Deutschland verbindlich. Seit April 2011 liegt ein Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung der Konvention vor. Die Landesregierung NRW hat 2012 den Aktionsplan “Eine Gesellschaft für alle. NRW inklusiv” vorgelegt.

Die Umsetzung des § 24 der UN Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderungen ist eine breite gesellschaftliche Aufgabe, die nur in einem gemeinsamen Prozess gelingen kann und in einem breiten Konsens in unserer Stadt geplant und schrittweise umgesetzt werden muss.

Die bisherige Debatte um das Thema Inklusion wird meist auf den Bereich der Schule reduziert. Dabei ist mit dem Begriff „Inklusive Gesellschaft“ viel mehr gemeint. Wir benötigen in Castrop-Rauxel ein gesamtstädtisches Konzept, das verbindlich aufzeigt, wie wir schrittweise eine vollständige Inklusion in unserer Stadt erreichen können. Allerdings erschweren viele Ängste, Unsicherheiten und Missverständnisse immer wieder die ersten Bemühungen. Ein Inklusionsprozess muss dies aufgreifen und notwendige Akzeptanzarbeit leisten.

Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist es notwendig, einen Inklusionsplan auf den Weg zu bringen.

Der „Aktionsplan Inklusion für Castrop-Rauxel“ soll aufzeigen wie sich die Bereiche Schule, Stadtentwicklung, Arbeit, Kinder und Jugendhilfe, Familie, Kultur und viele mehr zukünftig inklusiver als bisher entwickeln können und müssen.


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*