Die SPD-Fraktion will die probeweise Öffnung der Lönsstraße aus Richtung Biesenkamp in eine Dauerlösung umwandeln.

Bereits 2012 wurden Planungskonzepte zur Behebung verschiedener verkehrlicher Defizite im Bereich Herner Straße/ Lönsstraße diskutiert. Die bekanntermaßen angespannte Haushaltssituation ließ die mehrheitlich befürwortete Rondell-Lösung allerdings nie Realität werden. Gleichermaßen war eine Öffnung der Lönsstraße für den Individualverkehr wegen der Bedenken der Verkehrsbetriebe zur Anfahrt des Busbahnhofes nicht möglich.

Im Rahmen der Umgestaltung des Marktplatzes wurde die Busspur vom Biesenkamp zur Lönsstraße probeweise auch für den Individualverkehr freigegeben und bislang gibt es keine Anzeichen, dass sich die befürchteten Verkehrsprobleme bewahrheiten.

Für den Fraktionsvorsitzenden der SPD-Fraktion, Daniel Molloisch, lässt dies nur den logischen Schluss einer dauerhaften Öffnung zu:

„Der derzeitige Zustand hat nicht, wie von der Verwaltung und den Verkehrsunternehmen befürchtet, zu einer Rückstau-Situation der Busse auf der Lönsstraße geführt. Auch die, in der Modellberechnung aufgezeigten, Abgaswerte zeigten keine signifikante Verschlechterung an. Aus diesem Grunde ist die Busspur vom Biesenkamp zur Lönsstraße dauerhaft für den Individualverkehr freizugeben.“.

Durch die Anlegung einer Linksabbiegerspur von der Herner Straße zum Parkplatz an der Herner Straße wird eine bessere Anbindung des Parkplatzes aus Richtung Herne gewährleistet und somit Parksuchverkehre aus der Lönsstraße herausgehalten.

Dazu wird jetzt ein entsprechender Antrag auf den Weg gebracht werden.

Durch einen gemeinsamen Antrag wollen die Ratsfraktionen von SPD und CDU die Sondernutzungsfläche an der B 235 / Grutholzallee als Dienstleistungs- und Gewerbepark zur Verfügung zu stellen.

„Die ehemalige Xscape-Fläche liegt nun schon seit Jahren brach und alle Bemühungen zu einer Nutzung für die Gesundheitswirtschaft (Gesundheitscampus Ruhrgebiet) oder für eine Ansiedlung eines Möbelhauses sind leider erfolglos geblieben.“,

so der SPD-Fraktionsvorsitzende Daniel Molloisch. Deshalb soll nun mit der Unterstützung der CDU-Fraktion ein Planungsverfahren für die Fläche nördlich der A 42, östlich der B 234, Südlich Grutholzallee und westlich Klöppersberg auf den Weg gebracht werden.

„Da es sich bei dieser Fläche, um eine der letzten Großflächen handelt, an der sich emittierendes Gewerbe ansiedeln darf und sie verkehrsgünstig liegt, hat sie eine große Bedeutung für die mittelfristige Stadtentwicklung. Dies wollen wir nun auch in der Regionalplanung so festlegen und im Flächennutzungsplan entsprechend darstellen.“

so Molloisch weiter. Für beide Fraktionen muss aber klar sein, dass die Flächenausweisung zusätzlich zu den bereits, für den Wohnungsbau, beschlossenen 20 ha Mehrbedarf zu sehen ist. Zudem soll die Verwaltung im Vorfeld darlegen, ob die personellen und organisatorischen Voraussetzungen für diese mittelfristig angestrebte Baulandproduktion und das Planungsverfahren ausreichend sind oder ggfs. Bedarfe anzumelden sind.