Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, wie Beratungsangebote zum Schutz der Bürger*innen vor Starkregenereignissen verstärkt angeboten werden können. Hierzu zählen Maßnahmen zur Klimaresilienz genauso wie zum Niederschlagswassermanagement. Die bestehenden Angebote des EUVs, der Verbraucherzentrale und der Emschergenossenschaft sollen ausgebaut und weitere Kooperationspartner gewonnen werden.

Begründung

Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist unbedingt erforderlich. Dies zeigen nicht zuletzt die Folgen der Hochwasser- und Starkregenkatastrophen in Deutschland in den letzten Wochen. Durch eine gezielte Beratung der Bürgerinnen zur Oberflächengestaltung von Freiflächen und Gebäudedächern soll künftig ein Beitrag für ein optimiertes Niederschlagswassermanagement geleistet werden: Hierdurch kann die städtische Kanalisation entlastet werden. Die bereits vom Rat beschlossene Konzepte zur Regenwasserbewirtschaftung und das Klimaanpassungskonzept sind Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der Kommune im Umgang mit Extremwetterverhältnissen. Zur Umsetzung dieser Maßnahmen ist aber eine intensiver Beratung vor Ort für die Bürgerinnen durch nichts zu ersetzten. Deshalb ist es erforderlich bestehenden Angebote zu stärken, auszubauen und weitere Kooperationspartner zu gewinnen.

Beschlussvorschlag:

Die Stadt Castrop-Rauxel ist bereit, Geflüchtete aus Afghanistan aufzunehmen.

Begründung:

Seit dem Rückzug der Bundeswehr und der anderen westlichen Armeen sind die Taliban und mit ihnen Terror und Unterdrückung auf dem Vormarsch. Kinder und Frauen werden vergewaltigt, zwangsrekrutiert oder als Geiseln genommen. Männer werden getötet. Dörfer werden geleert. Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung.

In dieser Situation muss Deutschland Verantwortung für die Opfer dieser katastrophalen Politik übernehmen.

Allen Menschen in Afghanistan, denen bei einer Machtübernahme der Taliban Tod und Verfolgung drohen, müssen sichere Fluchtwege eröffnet werden. Das betrifft nicht nur die ehemaligen Mitarbeiter*innen der Bundeswehr und ihre Angehörigen, sondern ebenso Aktivist*innen der Zivilgesellschaft, engagierte Frauen*und politische Gegner*innen der Taliban.

2015 haben auch in unserer Stadt zahllose Menschen ihre Hilfsbereitschaft und Solidarität mit Menschen, die vor Bürgerkrieg und Terror fliehen mussten, deutlich gemacht: durch Spenden, vor allem aber durch überragendes persönliches Engagement.